Samhain ist ein keltisches Winterfest. Im Neu-Irischen wird das Fest heute Oiche Shamhna genannt. Es ist der Ursprung von Halloween und wird im christlichen Glauben als Allerheiligen gefeiert. Die Kelten feierten in der Nacht zum 1. November die Grenze zum Winter und zu der Dunkelheit. In der Nacht zum 1. November ist die Wand zwischen unserer und der Geisterwelt besonders dünn. Samhain ist mein persönliches Lieblingshexenfest, besonders da es an diesem Tag leichter fällt, verstorbene Seelen zu treffen.

In diesem Artikel klären wir:

  • beleuchten was Samhain ist und wo der Ursprung des Festes liegt
  • was man an diesem Tag alles machen kann
  • sprich, welche Rituale es gibt 

Die Kelten glaubten, dass sich in dieser Nacht die Hügel der Feen öffneten. Dabei sollte man wissen, dass für die Kelten Feen mit der Vorzeit verbunden waren und somit auch die Totenwelt mit ihnen in Verbindung stand. An diesem Tag konnten sich also die Toden, dank der geöffneten Tore, mit den Lebenden verbinden und unter ihnen weilen. Genau das bedeutet auch Samhain „Vereinigung“. Richtig ausgesprochen wird das Wort in etwa Sauwen.

Nicht nur die Kelten feierten „Todenfeste“. Auch in anderen Kulturen gab es Feiertage, an denen die Unterwelt besänftigt werden sollte. Heute kennt in unseren Kreisen jeder das Fest Halloween. Die Geschichte dahinter liegt allerdings vielen verborgen. In der christlichen Zeit wurde aus Samhain langsam Allerheiligen, unser heutiges Halloween. Manche irische Gegenden hatten den Brauch, Essen und Trinken vor die Tür zu stellen. Heute werden zum Teil Seelenkuchen und Allerseelenbrötchen gebacken, während Kinder weltweit um die Häuser ziehen um nach Süßigkeiten zu betteln. Zum wirklichen Wandel von Samhain zum Fest Allerheiligen hat die Kirche beigetragen. Diese wollte die heidnischen Rituale verbannen. Um auf das Wohlwollen der Menschen zu stoßen, behielten sie viele Bräuche bei, änderten aber den Hintergrund des Feiertages.

Samhain ist der erste Tag des Hexenjahres. Er wird häufig genutzt um Ritualgegenstände zu weihen und um neue Hexen zu initiieren. Schutzfeuer werden entzündet, um die Geister zu bannen und im Hexenglauben stirbt an diesem Tag der gehörnte Gott, während die Göttin bereits einen Samen in sich trägt. Es ist also ganz schön was los an Samhain! Tatsächlich wird Samhain auch schon in sehr alten irischen Schriften erwähnt. Es ist der Tag, um Verstorben zu gedenken. Das kann man in Form eines Ahnen-Altars oder Friedhofsbesuchs machen. Etwas gemütlicher ist ein Samhain-Abendessen. Am besten ihr verwendet dafür regionale und saisonale Produkte. Zum Beispiel einen Kürbis den ihr aushöhlt und dann zu einer Suppe verarbeitet. Gerne könnt ihr eine Kerze in den Kürbis stellen. Vielleicht geht ihr anschließend auch raus in die Kälte und genießt bei eurer Rückkehr bewusst die warme Suppe. Die Kerze eignet sich symbolisch auch gut für das Thema Wiedergeburt.

Wenn du heute einen Verstorbenen treffen möchtest, empfehle ich folgendes Ritual:

Stelle dich unter einen Holz-Türstock (auch Zarge genannt; ist der feste, unverrückbare Rahmen einer Tür). Der Rahmen stellt ein Portal da.

Unser Hexenfest ist ähnlich, wie die bereits in einem anderen Beitrag erläuterten Portaltage, nur das heute das Portal noch mehr geöffnet wird, als es bei den Portaltagen der Fall ist. Setze dich mit deinem Räucherwerk mittig unter den Türrahmen. Die eine Seite symbolisiert die reale Welt, die andere Seite die Anderswelt. Nehme dir zum räuchern Drachenblut oder Beifuß, dies „tötet“ alles Negative. Dann kombiniere Weihrauch dazu, das öffnet das Tor. Zum Schluss kommt noch Rose oder weißer Salbei hinzu. Du solltest nun also vier Komponenten haben.

Atme das Ganze tief ein und aus. Jetzt würde sich Teil 3 des Verstorbenen-Videos als Ritual gut eignen. Dieses findest du auf meinem YouTube Kanal. Bevor du das machst, bringe Gaben zum Platz, an dem die Person verstorben ist oder zum Grab. Was hat sie besonders gemocht? Hat die Person gerne geraucht? Dann lasse ein Päckchen Zigaretten da. Hat sie gerne getrunken? Dann stelle eine Flasche Wein, Bier, Wodka… hin. Hat sie ein Buch besonders gerne gehabt, dann kannst du auch dieses als Gabe da lassen. Du kannst auch gerne Essen und Trinken mit der verstorbenen Person am Grab teilen.

Wenn du das nicht am Grab tun möchtest, dann veranstalte ein Essen mit der Person zu Hause. An diesem Tag geht es darum, den Toden zu gedenken. Geliebten Menschen aber auch Tieren wird an diesem Tag gedacht.

Nehme dir Zeit für sie. Feier das Hexenneujahr im Beisamensein mit ihnen.